Urwunde Tikkun

„Warum komme ich nicht voran?“ – Wie Deine Urwunde zur Quelle Deines Wirkens wird.

„Ich versuche seit Monaten meine Angebote neu zu machen und habe schon ganz viel innerlich geklärt, mich mit meinen KundInnen verbunden und weiß, dass meine Arbeit gut ist. Aber irgendetwas klemmt noch und ich habe neulich davon gehört, dass jeder mit der Geburt bestimmte Urwunden mitbekommt, die er im Leben überwinden und heilen darf. Dass da auch ganz viel drinsteckt, was für das eigene Wirken wichtig ist. Wie komme ich an diese Essenz dran und was kann ich tun, um die Urwunde zu erkennen und zu integrieren?“

Was Du gehört hast, ist richtig.

Und die Frage, die Du stellst, geht viel tiefer als Positionierung, tiefer als Angebote, tiefer als Strategie.

Deine Frage geht an den Kern dessen, was in der Kabbalah als Tikkun bezeichnet wird – die Seelenkorrektur.

Die Aufgabe, die Deine Seele in dieses Leben mitgebracht hat, um sie zu vollenden.

Was das Tikkun wirklich ist.

In der Kabbalah gibt es die Vorstellung, dass jede Seele mit einer spezifischen Einschränkung in dieses Leben kommt – mit einem Muster, das sich wiederholt, einem Glaubenssatz, der sich wie die Wahrheit anfühlt, einer Wunde, die sich in den unterschiedlichsten Situationen immer wieder zeigt.

Und auch wenn Du das vielleicht oft als Strafe empfindest, ist es eine exakt definierte Aufgabe. Eine Aufgabe, die sich Deine Seele ausgesucht hat, weil diese Aufgabe zu lösen der nächste logische Schritt in ihrer Entwicklung ist.

Die Urwunde zeigt sich meist als eine tiefe innere Überzeugung – etwas, das sich so grundlegend wahr anfühlt, dass Du es kaum als Glaubenssatz erkennst. Sätze wie „Ich bin nicht gut genug“, „Ich muss mir alles verdienen“, „Wenn ich mich zeige, wie ich bin, werde ich verlassen“, „Meine Bedürfnisse zählen nicht“. Diese Sätze sind direkter Ausdruck Deines Tikkun.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Genau dort, wo Deine Urwunde sitzt, liegt auch Deine größte Kraft – vor allem als Mensch, der anderen helfen will. Der andere begleiten möchte.

Nur wer den Weg durch seine eigene Dunkelheit gegangen ist, kann anderen wirklich leuchten. Nicht mit schönen Worten, hilfreichen Angeboten oder ausgefeilten Paketen. Sondern mit echter, gelebter Erfahrung.

Warum es immer noch nicht fließt.

Wenn Du schon viel geklärt hast, es aber immer noch nicht so richtig fließt, dann ist das meistens kein Zeichen dafür, dass noch mehr Analyse fehlt. Oder Reflexion. Dass Du noch ein Buch lesen solltest, noch ein Seminar besuchen solltest oder noch mehr Affirmationen brauchst.

Meist ist es ein Zeichen dafür, dass der letzte Schritt kein Denkschritt ist. Sondern ein Schritt ins Tun – trotz der Wunde.

Wenn es klemmt, ist das häufig die Wunde selbst, die sich noch einmal meldet, bevor Du den nächsten Schritt machst. Sie fragt: Bist Du wirklich sicher, dass Du das darfst? Dass Du soweit bist? Dass Du gut genug bist, in dem, was Du tust? Dass die Welt das von Dir wirklich braucht?

Das ist der letzte Test, bevor sich etwas öffnet. Und es ist ein Zeichen, dass Du bereit bist.

Deine Heilung kommt nicht vor Deinem Wirken. Sie kommt durch Dein Wirken.

Fragen zum Innehalten und Nachspüren.

Diese Fragen laden Dich ein, nach innen zu lauschen.

Nimm Dir einen ruhigen Moment – und spüre nach, was sie in Dir berühren und bewegen.

  • Welcher Satz über Dich selbst taucht immer wieder auf, wenn es schwierig wird – besonders dann wenn Du Dich zeigen sollst?
  • Wofür haben Dich Menschen in Deinem Leben am wenigsten gesehen – und wofür kämpfst Du heute am meisten bei Deinen KundInnen?
  • Wenn Du an Deine schwerste persönliche Erfahrung denkst – was hast Du dadurch gelernt, dass Du heute niemals gegen Geld eintauschen würdest?

Die Antworten auf diese drei Fragen zeigen Dir meistens mehr über Dein Tikkun als jede Analyse.

Ein Moment für Dich.

Schreib auf ein Blatt Papier zwei Spalten.

Links: Was ich in meinem Leben am schwersten finde oder gefunden habe. Rechts: Was ich meinen Klientinnen am meisten geben möchte.

Schau dann auf beide Spalten. In den meisten Fällen wirst Du erkennen: Es ist dasselbe. Der Schmerz und die Gabe zeigen in dieselbe Richtung. Das ist kein Zufall – das ist Dein Tikkun, das sich zeigt.

Und wenn Du diese Verbindung einmal gesehen hast, verändert sich etwas. Weil Dein Angebot dann nicht mehr aus dem Kopf kommt – sondern aus dem, was Du wirklich weißt. Aus dem, was Du gelebt hast.

Das ist Deine Essenz, die einzigartig ist.

Dein nächster Schritt.

Wenn Dich ein Thema schon länger begleitet und sich nicht so einfach lösen lässt, ist das oft ein Hinweis auf Deine Urwunde.

Und Dein nächster Schritt führt mitten in dieses zentrale Lebensthema hinein. Denn genau dort, wirst Du auch Deine wirkliche Kraft für Dein Wirken finden.

Deine Urwunde ist auch Dein blinder Fleck – und genau deshalb braucht dieser Weg einen wertschätzenden und hilfreichen Blick von außen.

Gemeinsam schauen wir uns an, wie sich Dein Kernthema in Deiner Arbeit und in Deinen Angeboten zeigt – und wie Du genau dort Deine größte Kraft freisetzen kannst. Melde Dich gerne bei mir.

Von Herzen,

„Warum komme ich nicht voran?“ – Wie Deine Urwunde zur Quelle Deines Wirkens wird.

Urwunde Tikkun

Inhaltsverzeichnis