„Ich beschäftige mich in letzter Zeit mit meiner Gedankenwelt und habe sogar ein Gedankentagebuch geführt. Dabei habe ich bemerkt, dass viele meiner Gedanken bewertend und negativ sind. Ich würde das gerne verändern, weil ich das Gute und Positive in meinem Leben stärken will. Hast Du da einen Tipp für mich?“
Was für eine schöne Frage.
Und so gut, dass Du hinschaust und Deine Gedanken beobachtest. Und dass Du festgestellt hast dass sie bewertend und negativ sind – denn genau das ist der Schritt, der es überhaupt erst möglich macht, sie zu verändern.
Um das Gute und Positive in Deinem Leben zu stärken gibt es in der hawaiianischen Huna-Tradition eine sehr einfache Praxis. Sie ist so kraftvoll, dass sie Dein gesamtes Erleben von innen heraus verändern kann: Das Segnen.
Was bedeutet es, etwas zu segnen?
Etwas zu segnen bedeutet nicht eine religiöse Formel aufzusagen. Im spirituellen Sinne bedeutet es, einer Sache, einem Menschen, einer Situation Deine bewusste Anerkennung zu schenken. Du sprichst dem, was Du siehst eine positive Qualität zu – in der Absicht diese positiven Aspekte in Deinem Leben zu stärken.
Du kannst mit Deinen Worten segnen. Auch mit Deiner Vorstellungskraft. Oder einfach mit einer ganz bewussten Berührung.
Die Hawaiianer nennen die Kraft, die beim Segnen zu fließen beginnt, MANA. Es ist die göttliche Lebensenergie, die in Bewegung kommt, wenn wir uns in wohlwollender Haltung mit dem Leben und anderen Lebewesen verbinden. Diese wohlwollende Haltung ist nichts anderes als Liebe – ALOHA: Das freudige Teilen der Lebensenergie in der Gegenwart.
Wenn Du also etwas segnest, stimmst Dich auf diese fundamentale Kraft des Lebens ein. Und nutzt sie für die Erfüllung Deiner Lebensträume – indem Du das nährst, was Du Dir in Deinem Leben wünscht.
Die vier Arten des Segnens.
Es gibt vier konkrete Formen des Segnens, die Du wirklich jeden Tag ganz einfach in Deinen Alltag integrieren kannst:
Bewunderung – Du sprichst aus, was Du Schönes siehst: „Welch schöner Sonnenuntergang! Ich mag dieses Lächeln an Dir. Es ist immer so lebendig hier.“
Bestätigung – Du sprichst Wachstum oder Beständigkeit aus: „Ich segne die Gesundheit dieses Körpers. Ich segne die Stärke dieser Verbindung. Ich segne die Kraft, dieses Baumes.“
Wertschätzung – Du drückst Dankbarkeit für das aus, was bereits ist: „Danke, dass dieser Tag mir Raum gegeben hat. Ich danke dem Regen, dass er die Erde nährt.“
Erwartung – Du segnest das, was kommen soll: „Ich segne mein wachsendes Einkommen. Danke für den Menschen, der mit mir durchs Leben geht.“
Was Du konkret segnen kannst.
Das Schöne an der Praxis des Segnens ist dass deiner Fantasie tatsächlich keine Grenzen gesetzt sind. Du kannst alles segnen, auf Deine ganz einzigartige Weise – und was das wunderbare daran ist: Dein Segen kommt immer an.
Hier sind ein paar konkrete Beispiele wie Du verschiedene Aspekte Deines Lebens segnen und stärken kannst:
Gesundheit – Segne gesunde Menschen, Tiere, Pflanzen. Und bei Krankheit segnest Du den Teil, der dabei ist heil zu werden.
Wohlstand – Segne alle Zeichen von Fülle um Dich herum, auch wenn sie anderen gehören. Segne das Geld, das in der Welt zirkuliert, als Mittel mit dem Du Dein erfülltes Leben gestalten kannst.
Freude – Segne alles Gute, das Lachen, die Leichtigkeit – wo immer Du ihnen begegnest.
Innerer Frieden – Segne die Stille, ruhige Wasser, weite Horizonte und klare Farben. Segne den Horizont, das Meer, den Blick von einem Berg, die weite Landschaft einer Ebene.
Liebe und Verbindung – Segne Zuwendung, Mitgefühl, Zusammenarbeit, Nähe und Kommunikation – in der Natur und zwischen den Menschen.
Spirituelles Wachstum – Segne Veränderungen, die Morgen- und Abenddämmerung, den Wechsel der Jahreszeiten, das Erblühen einer Blume.
Der Schlüssel zum Erfolg: Gib das Verwünschen auf.
Das ist der wichtigste Aspekt von allen.
Segnen alleine reicht nicht – wenn Du gleichzeitig genau das Gegenteil davon tust. Jedes Mal, wenn Du kritisierst anstatt zu bewundern, wenn Du zweifelst anstatt zu bestätigen, wenn Du anklagst anstatt anzuerkennen. Wenn Du Dich ängstigst anstatt vertrauensvoll das Gute im Leben zu erwarten – hebst Du einen Teil der Wirkung Deiner Segnungen wieder auf.
Das bedeutet nicht, dass Du Deine negativen Gedanken bekämpfen sollst – denn das funktioniert ohnehin nicht. Sondern es bedeutet, Dich darum zu bemühen, sie zu erkennen – so wie Du das bereits tust – und dann ganz bewusst eine Segnung aussprichst, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Um Deine Gedanken wieder auf das Positive auszurichten.
Mit jedem Mal, wo das gelingt, verliert dein altes Muster des negativen Denkens an Macht über Dich. Und je öfter Du das übst, umso mehr Positives ziehst Du in Dein Leben.
Ein Impuls zum Schluss.
Jeanne Ruland – eine der bekanntesten deutschen Lehrerinnen für hawaiianische Weisheit – hat für das Segnen einen Text geschrieben, der mich immer wieder tief bewegt.
Er heißt PU’UWAI – Segen des überfließenden Herzens. Ihn möchte ich hier gerne mit Dir teilen:
Die Zeit ist nun gekommen, mein wahres Wesen hervorzubringen.
Ich öffne mich dem Fluss der Liebe in meinem Herzen. Die Liebe und der Segen mögen endlos fließen.
Ich öffne mich nun dem Fluss des Friedens in meinem Herzen. Der Frieden und der Segen mögen endlos fließen.
Ich öffne mich dem Fluss der Freude und Glückseligkeit in meinem Herzen. Die Freude und die Glückseligkeit und der Segen mögen endlos fließen.
Ich öffne mich dem Fluss… (ergänze mit all jenen Qualitäten, die du in deinem Leben zum Fließen bringen möchtest…)
Aloha.
– Jeanne Ruland –
Dein nächster Schritt.
Wenn Du noch mehr über das Segnen erfahren möchtest oder Dir Begleitung bei der Umsetzung des Segnens in Deinem Alltag wünscht, dann melde Dich gerne bei mir.