„Ich bleibe immer wieder in den selben Gedankenschleifen hängen und stecke bei denselben Themen fest – und manche dadurch immer die gleichen Erfahrungen. Wie kann ich diesen Kreislauf durchbrechen und wirklich etwas in meinem Leben verändern?“
Das was Du beschreibst ist frustrierend und erschöpfend.
Du steckst nicht fest, weil Du etwas falsch machst. Du steckst eigentlich gar nicht wirklich fest.
In Dir gibt es einen unbewussten Mechanismus, der dafür sorgt, dass Du Dir Deine unliebsamen Gedanken immer neu bestätigst und deshalb gar nicht anders kannst, als immer wieder dasselbe zu tun.
Das zu erkennen ist der erste Schritt zur Veränderung.
Warum wir immer wieder am selben Punkt ankommen.
Es beginnt mit einem Gedanken. Dein Gedanke führt zu einer Entscheidung. Deine Entscheidung führt zu einem Verhalten. Dein Verhalten führt zu einer Erfahrung. Und Deine Erfahrung erzeugt eine Emotion – die wiederum denselben Gedanken von vorne auslöst.
Immer und immer wieder.
Warum das so ist? Dein Denken läuft – aus Energiespargründen – auf Autopilot. Dein Gehirn verbraucht unglaubliche Mengen an Energie. Deshalb hat es viele Filter, Kategorien und Muster entwickelt und liebt seine eigenen Denkgewohnheiten, um den Energieaufwand so gering wie möglich zu halten und Dein Funktionieren im Alltag zu gewährleisten.
Etwa 95% aller Gedanken, die Du denkst, sind unbewusst. Und der Großteil davon sind dieselben Gedanken, die Du auch schon gestern oder vorgestern oder den Tag davor gedacht hast. Du glaubst, Du denkst – aber meist wiederholst Du Dich einfach nur. Ganz automatisch. Ohne es zu merken.
Solange sich Deine Gedanken nicht verändern, kann sich nichts anderes verändern. Weder Deine Entscheidungen, noch Dein Verhalten, noch die Erfahrungen die Du machst. Es kann schon sein, dass Du versuchst aus alten Mustern auszusteigen, indem Du Deine Beziehung beendest, den Job wechselst oder woanders hinziehst.
Aber so lange Du nicht nach innen geschaut hast, läuft dort das selbe Programm weiter.
Was es wirklich bedutet, etwas zu verändern.
Echte Veränderung beginnt nicht mit einer neuen Gewohnheit oder einem neuen Plan. Sie beginnt mit einer radikalen Entscheidung – mit Deiner Bereitschaft zu jemand anderem zu werden.
Das ist nicht so gemeint, dass Du aufgeben sollst, wer Du bist. Sondern dass Du bereit bist, die Gedanken aufzugeben, die Dich klein halten. Dass Du anfängst, Entscheidungen zu treffen, die sich ungewohnt anfühlen. Und Dich in Momenten zu beobachten, in denen Du sonst einfach drauf los reagierst.
Das braucht Aufmerksamkeit. Es braucht Ehrlichkeit mit Dir selbst. Und es braucht Zeit – viel Zeit. Nicht nur die zwei Wochen, nach denen Du die Geduld mit Dir selbst verlierst.
Und: Es braucht Energie. Und wenn Du gerade sehr wenig Energie hast, kannst Du nur kleine Schritte gehen. Das ist keine Ausrede, sondern eine Tatsache. Und trotzdem kannst Du mit der Veränderung beginnen. Langsam und Schritt für Schritt.
Du alleine denkst in Deinem Kopf. Und was Du denkst verändert sich, wenn Du liebevoll und achtsam nach innen schaust, ohne zu verurteilen, was Du dort siehst. Und sanfte Impulse für neue Gedanken gibst.
Fragen zum Innehalten und Nachspüren.
Diese Fragen laden Dich ein, nach innen zu lauschen.
Nimm Dir einen ruhigen Moment – und spüre nach, was sie in Dir berühren und bewegen.
- Welcher Gedanke taucht immer wieder auf, wenn es in Deinem Leben nicht so läuft, wie Du es Dir wünscht?
- Welche Entscheidung tiffst Du immer wieder auf dieselbe Weise – obwohl Du weißt, dass sie Dich nicht weiterbringt?
- Wo in Deinem Leben spürst Du, dass Du reagierst, anstatt bewusst zu wählen?
Ein Moment für Dich.
Such Dir einen Moment am Tag – abends vor dem Einschlafen eignet sich gut dafür.
Stell Dir eine einzige Frage: Welcher Gedanke hat mich heute am meisten beschäftigt?
Schreib ihn auf. Ohne Bewertung, ohne Erklärung. Nur den Gedanken.
Dann frag Dich: Ist das ein Gedanke, den ich gestern auch schon gedacht habe?
Im ersten Schritt geht es nur darum, zu beobachten. Zu sehen, was da ist. Denn was Du siehst, hat keine Macht mehr über Dich – zumindest nicht dieselbe wie vorher.
Dein nächster Schritt.
Veränderung beginnt nicht mit einem großen Ruck.
Sie beginnt mit einem Moment der Aufmerksamkeit – mit einem Gedanken, den Du zum ersten Mal wirklich wahrnimmst, statt ihn einfach weiterzudenken. Mit einem kurzen Innehalten, bevor Du wieder dasselbe tust wie immer.
Das allein verändert schon etwas. Vielleicht nur ganz wenig. Aber genau dort, wo kleine Veränderungen möglich werden, öffnet sich auch Raum für größere.
Wenn Du spürst, dass Du dabei Unterstützung möchtest – jemanden, der mit Dir hinschaut, wo Deine Muster sitzen und was darunter liegt – melde Dich gerne bei mir.